Rock am Ring wegen Terrorgefahr evakuiert

  • Polizei spricht von „konkreten Hinweisen auf terroristische Gefährdung“
  • 80.000 Festivalbesucher evakuiert
  • Festival bis auf weiteres unterbrochen

Das Festival Rock am Ring in der Eifel wurde heute Abend aufgrund einer terroristischen Gefährdungslage von den Veranstaltern und der Polizei bis auf weiteres abgebrochen. Wie die Polizei Koblenz mitteilt: „bestehen konkrete Hinweise, aufgrund derer eine mögliche terroristische Gefährdung nicht auszuschließen ist. Derzeit laufen Ermittlungen mit Hochdruck.“

Offizielles Statement von Marek Lieberberg

Rock am Ring friedlich und ruhig evakuiert

Die Polizei und der Innenministers Roger Lewentz haben am Freitag Abend die Räumung des Infields angeordnet. Die Evakuierung ist geordnet abgelaufen und wurde zügig abgeschlossen, die Festivalbesucher riefen „Terror ist scheiße“.

Marek Lieberberg, Veranstalter von Rock am Ring, hat in einer Pressekonferenz bestätigt, dass die umliegenden Straßen alle abgesperrt seien und lobt die Festivalbesucher, die sich in dieser Situation „beispielhaft“ verhalten. Jedoch findet er persönlich die Absage der Veranstaltung für heute Abend als voreilig.

Derzeit laufen Verhandlungen mit der Band Rammstein, dass die Band ihren Auftritt am morgigen Samstag nachholt. Ursprünglich war der Auftritt für 22:30 Uhr am Freitagabend geplant.

Marek Lieberberg spricht in der Pressekonferenz davon, dass es unter den Helfern bei den Vorbereitungen und im Aufbau eine Person war, dessen Identität nicht klar festgestellt werden konnte. „Hier waren Personen aus dem Umfeld der Mitarbeiter mit Zugangsberechtigung, die durchaus als Verdächtige bzw „Gefährder“ gelten.“

In den vergangenen Tagen wurde das Sicherheitskonzept modifiziert: nach den Anschlägen in Manchester wurden neben umfangreicher Vorkehrungen auch die Zahl der Einsatzkräfte in der Eifel auf 1200 Mann deutlich erhöht.

Keine Auswirkung für Rock im Park

In der Zwischenzeit bestätigt Rock im Park, dass es keine Gefährdungslage für das Festival in Nürnberg gibt. „Die Nürnberger Polizei versichert, dass keine geänderte Gefährdungslage für Rock im Park besteht.“

Innenminister informiert am Samstag

Der Innenminister von Rheinland-Pfalz, Roger Lewentz, will am Samstag im Laufe des Vormittags zu den Ereignissen beim Rock am Ring informieren.