Southside Samstag Highlights

1. Danko Jones

Danko Jones

20 Jahre. Zwölf Alben. Über 30 internationale Tourneen. Und kein Ende in Sicht! So klingt eine Band, die nie etwas geschenkt bekam und jedes Quäntchen des Erfolgs mit Blut, Schweiß und Tränen bezahlt hat. In Danko Jones‘ Fall wahrscheinlich noch mit ein paar anderen Körperflüssigkeiten, bedenkt man den Sexyness-Faktor dieser Band. Jedes Riff schneidet durch die Klamotten, jeder Beat sickert in die Beine und jedes Wort fährt in die Lendengegend wie der Blitz in einen Lenkdrachen. Lasst Euch auch nach 20 Jahren Bandgeschichte noch mitziehen in den Strudel aus Rock‘n‘Roll zwischen Himmel und Hölle!

2. Kakkmaddafakka

Kakkmaddafakka

„Kakkmaddafakka“ – was nach dem derbsten Hip-Hop-Shit klingt, bedeutet eigentlich nur sowas wie „Partytier“ bzw. „Partylöwe“. Wundervoller Wohlfühl-Indie statt krassem Diss aus den Blocks. So kommt schnell ein Gefühl von warmen Sommerabenden, Bier mit Freunden und Freiheit auf, wenn die Musik der sechs Künstler startet. Schon seit 2004 gibt es die Band: ihre Fanbase wuchs schneller und schneller, auch international begeisterten sie schnell. Weit über ein Jahrzehnt später könnt Ihr nun live mit ihnen feiern! By the way: Auf ihrer Facebook-Seite nehmen sie sich mit witzigen Sprüchen und Bildern selbst auf den Arm. Super sympathisch!

3. SXTN

SXTN

Nura und Juju, das sind SXTN. Sie rappen und nehmen dabei wie ihre männlichen Kollegen Haftbefehl oder Kool Savas kein Blatt vor den Mund. Es wirkt natürlich besonders vulgär und derbe, weil sie nun mal keine Männer sind. Die Provokation ist perfekt. Die Straße ist ihr Spielplatz. Mit ihrem aktuellen Video „Deine Mutter“ liefern sie ein Spiegelbild ihres derzeitigen Berliner Daseins zwischen ausgelassenen Partys und Dönerbuden. In ihren Songs befassen sich Juju und Nura mit ihrem Leben – mal wild, mal nachdenklich – aber immer ehrlich. Und dabei SXTN sind das Sprachrohr einer Generation, die sich keine Gedanken über Morgen macht und den Moment in vollen Zügen auskostet.

4. Gogol Bordello

„Am Anfang gab es nur mich und die Gitarre, dann war es plötzlich ein Trio und nun sind wir immerhin neun Musiker. Es kam mir immer so vor, als würde alle acht oder neun Monate jemand dazukommen.“ So fühlte sich laut des Sängers Eugene Hütz im Interview mit Benzol Hanau der Anfang von seiner Band Gogol Bordello an. Die gemischte Truppe setzt sich mittlerweile aus Musikern aus allen Teilen der Welt zusammen. Sie produzieren einen vollkommen neuen Sound, einige bezeichnen es als Zigeunerpunk mit einem Mix aus Reggae und Rock’n’Roll bis hin zu spanischen Flamenco-Einflüssen und slawischen Klängen. Diese wilde Mischung und ihr einzigartiger Stil werden mit Erfolg gekrönt. Vor allem die Liveauftritte sind jedes Mal ein neues Highlight. Mit einem Mosaik aus Instrumenten, Pyrotechnik und menschlichen und tierischen Artisten faszinieren sie immer wieder ihre Fans.

5. Fatoni

Fatoni

Fatoni? Ein bescheidener Mann: Der Satz „Fatoni ist der beste deutsche Rapper der Welt“ findet sich ohne weitere Ausführung in seiner Facebook-Beschreibung. Ist das jetzt Minimalismus 2.0? Vermutlich mit Augenzwinkern geschrieben, behält er trotzdem irgendwie Recht: Denn Wort-Sport betreibt er auf Leistungs-Level! Superlative können wieder eingepackt werden, denn Fatoni reißt mit, als wäre 2Pac wiederauferstanden. Eigendefinitionen und Image-Spielchen sind nicht sein Style. Ob Minimalismus, Eigenlob oder whatever: Euch bleibt nichts anderes übrig, als Euch selbst zu überzeugen: Stretcht Eure Stimmbänder und hebt Eure Arme für the one and only: Fatoni!

6. Milky Chance

Milky Chance

Zwei Typen und so viel Erfolg. Donnerwetter. Aber wen wundert’s? Milky Chance verschachteln Pop, Folk und Reggae so unverschämt gut miteinander, dass man seine Gesichtsmuskeln einfach nicht daran hindern kann in den Dauergrinsen-Modus hinüberzuwechseln. Der Sound von Milky Chance zündet ein Feuerwerk in den Synapsen und bringt die Endorphinausschüttung auf Maximalleistung. Clemens Rehbeins sexy-soulige Stimme klingt mit den sonnigen Grooves im Hintergrund wie das Rezept zum Glücklich sein. Nun, da lassen wir uns nicht zwei Mal zu Tische bitten.

7. SSIO

SSIO

Ssiawash Sadat, alias SSIO, hat es verstanden. Man kann klugen dicke-Hose-Rap machen, dem es nicht an Selbstironie und originellem Wortwitz mangelt und trotzdem den dicksten Schlepphoden im Viertel haben. SSIO vereint, was viele am Deutschen Hip-Hop vermissen. Härte, Wortjonglage, Straße und Oldschool-Beats, die so laut G-Funk schreien, dass Nate Dogg eigentlich die Ohren klingeln müssten. Ihr wollt einen Typen, mit dem Ihr die Bonner Hinterhöfe regieren könnt? Einen Babo, der Sprache tickt wie Zauberkraut? Nun, SSIO ist euer Mann!

8. Frittenbude

Frittenbude

Frittenbude bleiben Frittenbude und sind mittlerweile noch ein ganzes Stück mehr. Die bratzigen Knarzbässe wurden nicht über Bord geworfen, die zuckrigen Hooks ebenfalls nicht. Es hat sich in den letzten Jahren noch so viel mehr in das runde Gesamtbild eingeschmuggelt, das Frittenbude mit Analog-Synthies, Samples, Gitarren und Vocals zwischen Sprech und Gesang eindrucksvoller denn je zeichnen. Ihr Sound zeugt in seiner Komplexität und Deepness davon, dass die Band, diese einzelnen verrückten Individuen, zusammen eine Faust bilden können, die so fest und hinterhältig zuschlägt wie ein Schimpanse mit einem Stock! Die vertonte Revolution, das elektronische Ende der Fahnenstange von Geduld und Konvention.


Das sind unsere Highlights für den zweiten Festivaltag beim Southside 2017.

Um euch die Wartezeit für das diesjährige Festival zu verkürzen, werden wir nun alle paar Tage unsere persönlichen Highlights der jeweiligen Tage verkünden!