Southside Festival Highlights am Sonntag

1. The Prodigy

The Prodigy nehmen keine Gefangenen. Sie sind die unübertroffenen Meister des Rave! Diese Band prägt wie keine andere den Elektropunk, weil sie nie mit dem Status Quo zufrieden sind, weil sie eben nicht den sicheren Weg wählen und immer steil nach vorne gehen. Aggressiver, wütender, lauter, brutaler und süchtig machender ist ihr Sound auf der aktuellen Platte „The Day Is My Enemy“. Nach mehr als 20 Bandjahren, schaffen diese Punks es genauso unbequem zu bleiben wie zuvor. Sie sind die Gräte, die den Fisch notwendigerweise zusammenhält, aber eben nicht so einfach zu essen ist. Und gerade weil sie nicht zum Establishment gehören, haben sie ihren Platz im Rave und bringen mit ihren genialen Live-Qualitäten die Leute zum Tanzen.

2. Biffy Clyro

Mit ihrem mittlerweile siebten Album „Ellipsis“ im Gepäck beweisen Biffy Clyro wie vielseitig und kreativ moderner Rock sein kann. Mit aufwühlend ungeraden Tempi, unvorhersehbaren Gitarrenriffs, herrlichen Melodien und einem breit aufgestellten Einflussbereich von Indie über Rock bis hin zu Synthie-Pop liefern Biffy Clyro eine unglaubliche Authentizität, die auch bei ihren intensiven Live-Shows deutlich wird. Das Schotten-Trio tanzt mühelos den Drahtseilakt zwischen emotionalen Gänsehaut-Momenten und vollfrontalen Riff-Attacken und präsentiert einen unglaublich dynamischen und vielfältigen Soundkosmos, der förmlich nach einer Festivalbühne zur Aufführung schreit! Mon the Biff!

3. The Kooks

Vor zehn Jahren mischte wie aus dem Nichts eine neue Band die Szene auf: THE KOOKS veröffentlichten ihr Debütalbum „Inside In/Inside Out“. Seither sind die Jungs aus Brighton immer stärker geworden. Kein Wunder, fräst sich der schmissige Indiepop mit Surf-Feeling doch ohne Umwege übers Hirn ins Herz, lässt frische Luft ins Spaßzentrum im Kopf und schmeißt die Alltagssorgen zur Hintertür raus. So talentiert die vier Jungs aus Brighton auch sind und egal wie viele Riesenbühnen sie als Headliner in den vergangenen 14 Jahren abgerissen habe, sind sie noch immer die Boys von nebenan mit der großen Klappe und dem sympathischen Akzent, die mit Dir einfach nur eine gute Zeit haben wollen. Und das lassen wir uns ja wohl nicht zwei mal sagen.

4. Madsen

Richtet Euren Kompass neu aus für Madsen! Sie sind die Band, die ihre Texte direkt aus der Seele aufs Papier und dann in die Saiten bringen. Sie sind die Band, deren Lyrics eine riesige Menschenmasse 1 zu 1 mitsingen kann. Sie sind die Band, die non stop mit guter Laune um sich wirft wie ein Gangsta-Rapper mit Fuffis im Club. Vielleicht haben sie nicht ewig Zeit und klar ist der Moment auch mal vorbei, aber mit Madsen ist einfach jede Sekunde feierns- und tanzenswert! Jetzt könnt Ihr weiter mit ihnen an der Geschichte schreiben: Werdet ein Teil der Madsen-Materie direkt vor der Bühne!

5. Emil Bulls

Mit fesselnden Songs zwischen aggressivem Wahnsinn und sanfter Melancholie untermauern Emil Bulls ihren Ruf als eine der besten deutschen Live-Bands. Wo auch immer sie die Bühne entern kann man sich auf die Party des Jahres gefasst machen. Fans von aggressiven Riffs und eingängigen Hooklines sind hier genau richtig. Mit mehr als 20 Jahren Bandgeschichte haben sich die Emil Bulls ihr markantes Ungestüm und ihre spielerische Kreativität bewahrt. Die Philosophie dahinter: dem eigenen, unverkennbaren Stil treu bleiben und sich am Puls der Zeit weiterentwickeln, ohne sich zu verbiegen. Darum trägt die Band mit souveränem Fundament die Underground-Szene tief im Herzen. Und das ballert heftig, versprochen!

6. Parcels

 

Die Story geht so: Fünf Teenager aus Byron Bay, New South Wales, Australien, versuchten sich in verschiedenen Bands unterschiedlichster Couleur, bevor sie in ihrem letzten Highschool-Jahr als Parcels zusammenfanden. Was folgte, könnte man wenig wohlwollend als Hippie-Roadtrip ins Ungewisse beschreiben. Patrick Hetherington, Louie Swain, Noah Hill, Anatole Serret und Jules Crommelin, allesamt langhaarige entspannte Typen, beherrschen ihre Instrumente schon ziemlich gut, besinnen sich gerne auf die etwas aus der Mode gekommenen Jam Session als Katalysator für ihre

Songs und scheuen sich keinesfalls, allen ihren musikalischen Einflüssen Raum zu geben. Ihr gepflegter Oldschool-Disko-Sound mit coolen Jazz-Ausflügen und einem Touch Slow-Funk mutiert live zum schweißtreibenden Disko-Inferno mit elektrischer Mothership-Connection und dem unbedingten Willen, das Publikum ausrasten zu sehen. Prädikat: Disko Dance Party auf Acid.

7. Boysetsfire

Boysetsfire hatten den Status einer der wichtigsten und kritischsten Hardcore-Bands des Balls, den wir Erde nennen und sie haben ihn noch immer. Sie haben Fantastillionen Shows für jeden gespielt, der sie sehen wollte – ob nun auf Gartenpartys oder Festivalbühnen. Sie haben den Horror des Rap-Rock überlebt, die Tyrannei des NuMetal und die dunklen Tage des Pop-Punk. Sie waren schon da, noch bevor es das Internet gab. Das ist die volle Wahrheit. Sie sind von mehr Bühnen heruntergefallen als die meisten überhaupt betreten haben und mal ehrlich: die meisten hätten das Musikmachen wohl längst aufgegeben. Aber das taten sie nicht. Wie süchtige nahmen sie immer wieder ihre Instrumente in die Hand, schrieben unwiderstehliche Songs und herausragende Alben. Und da sind wir verdammt froh drum! Verneigt Euch und lasst Euch anschreien für eine bessere Welt!


Wir präsentieren euch unsere Highlights des diesjährigen Southside Festivals. Für jeden Tag haben wir euch ein paar Künstler rausgesucht die ihr nicht verpassen dürft!