Heimatsound-Künstler: Freitag

1. EXPRESS BRASS BAND

Das Münchner Kollektiv Express Brass Band zelebriert seit 15 Jahren im Geiste des Sun Ra Arkestra oder des Art Ensemble of Chicago einen unverwechselbaren Brass-Band-Stil, tief verwurzelt im Jazz, Soul, Afrobeat, mit Einflüssen orientalischer Musik vom Maghreb bis Afghanistan. Wobei die Bandkultur auch mit wechselnden Besetzungen und Gastauftritten befreundeter Musiker der internationalen Szene stets heterogen bleibt.

2. FLUT

Angefangen hat alles mit einem tragbaren VHS Rekorder. Die 5 Jungs von FLUT haben in ihrer Jugend und Freizeit zuhause in Oberösterreich analoge Filme gedreht und sich dabei in die bunte, aber auch dreckige Ästhetik der 1980er Jahre verliebt. Das spiegelt sich auch in ihrer Musik wider, ist jedoch kein nostalgischer Blick, weil sie ganz einfach zu jung sind um selbst dabei gewesen zu sein. Mittlerweile wohnen sie in Wien und veröffentlichen am 24. März ihre Debüt-EP Nachtschicht. Die erste Single daraus hieß Tiefschlaf, das Video dazu ist eine dunkle Geschichte in VHS-Ästhetik und erinnert an alte Rockpalast Aufnahmen. Das Video zur neuen Single Linz bei Nacht ist ebenso angelehnt an 80er Jahre TV Ästhetik: ein Tauchgang in die Nebelschwaden dunkler Gassen von Fernsehkrimis und Detektivserien; Tatort trifft Kottan ermittelt.

3. FANFARE CIOCĂRLIA

Die Erfolgsgeschichte der Roma-Blaskapelle liest sich wie ein Märchen. 1997 lädt ein deutscher Toningenieur die Musiker aus dem kleinen rumänischen Dorf Zece Prăjini, von denen es viele bis dahin nicht einmal in ihre Landeshauptstadt Bukarest geschafft hatten, zu Auftritten nach Deutschland ein. Ihre mitreißenden Live-Shows sind so erfolgreich, dass sich schnell Tourneen durch Städte und Kontinente anschließen. Inzwischen hat die Gruppe viele CDs veröffentlicht, Preise erhalten (darunter den Preis der Deutschen Schallplattenkritik für das beste Weltmusikalbum), und ihr Werdegang inspirierte sogar die BBC zu einer TV-Dokumentation.
In ihren Ursprüngen war Fanfare Ciocărlia eine jener Dorfkapellen, die bei Festlichkeiten im Ort aufspielen. Ihre Musik geht auf die Marschmusik der Osmanen zurück. Inzwischen hat die Band mit Balkan Brass im Stil der Roma ihr 20-Jähriges gefeiert – und begeisterte mit ihrer neuen Veröffentlichung wieder einmal die Zuhörer.

4. FATONI

Aufgepasst: Fatoni gibt uns die Ehre. Mit einem Augenzwinkern setzt sich der junge Münchner mit dem Zeitgeist auseinander. Jede Zeile sitzt, jeder Song unterhält, jeder Beat frisst sich in die Gehörgänge. Seine herausragenden Livequalitäten konnte Fatoni nach Touren mit Fettes Brot, Antilopen Gang und Weekend unter Beweis stellen und lassen nur einen Schluss zu – 2018 wird er das Heimatsound Festival zum Beben bringen! Im Falle von „Yo, Picasso“ kann man guten Gewissens verkü nden: Believe the hype!

5. KOFELGSCHROA

„Die Melancholie, die Traurigkeit, die Müdigkeit, ein Lebensgefühl von Freude und Dankbarkeit, Szenen und Beobachtungen versuchen wir in unseren Liedern, in unserem Auftreten und in den Videos zu vereinen. Das leicht Endlose und die Lust auf Ekstase entdecken wir immer wieder neu. Es geht um Freud und Leid, um Einsamkeit oder pure Zufriedenheit und überdruckventilische Ausschüttung.“ O-Ton Kofelgschroa.

6. MOOP MAMA

Moop Mama ist physisches Entertainment, Hip-Hop als Erfahrung. Mit zehn Mann auf der Bühne verwandelt die Band auch neugierige Novizen in überzeugte Fans, bevor diese überhaupt so recht begriffen haben, was da eigentlich los ist. “Live sind wir ein Brett”, sagt Saxofonist Marcus Kesselbauer. “Wenn wir alle auf der selben Welle reiten, dann gibt es kein Halten.”
2016 haben sie eine fast ausverkaufte Tour gespielt und auf den großen Festivals wie „Deichbrand Festival“, „Highfield Open Air“, „Chiemsee Summer“ oder „Frequency Festival“ ordentlich abgeräumt.

Wir stellen euch die Künstler des Heimatsound Festivals noch einmal im Detail vor. Bevor am 27. Juli 2018 sich die Tore zum Passionstheater öffnen.