Am Freitag hat die Hamburger Indie-Band Tonbandgerät einen kurzen Stop-Over in Dresden eingelegt und wir konnten live dabei sein! Wir kennen Tonbandgerät schon ein Weilchen (Chiemsee Interview & Southside Interview) und konnten sie sozusagen bei der Produktion ihres neuen Albums „begleiten“. Los ging’s im ausverkauften Puschkin mit der schweizer Vorband Panda Lux, die mit dadaistischem Rhythmus-Pop die Crowd in Bewegung versetzten und allgemein gut einheizten! LIKE!

© Dennis Dirkse
© Dennis Dirkse

Nach einigem Warten ging’s dann endlich los mit dem Star der Veranstaltung: Tonbandgerät! Opener war direkt der Song „Beckenrand“, anschließend wurden ein paar Anekdoten über die ehemalige Grundschullehrerin & das damit zusammenhängende Nicht-Erwachsenwerden von Sänger Ole Specht erzählt, welcher gleichzeitig fordert, dass die Luft bit zunehmendem Konzertverlauf immer schlechter werden soll. Allgemein läuft die komplette Publikumsinteraktion und -kommunikation über Specht, die Poppensieker Schwestern sind eher passiv verträumt.

Anfänglich hatte man das Gefühl, dass Tonbandgerät nicht so richtig „reinkommt“, was sich jedoch relativ schnell wieder relativierte. Die Musikrichtung ist halt nicht für Moshpits & Co. gemacht. Die zweite Hälfte des Konzerts verlief deutlich stimmungsgeladener und aktiver, die Band interagierte mehr miteinander und an der ein oder andere Überraschung hat man auch nicht gespart. Plötzlich steht Specht mit einem Akkordeon auf der Bühne („In Hamburg wird man sozusagen mit einem Akkordeon im Schoß geboren!“), mal verschwindet die komplette Band von der Bühne, nur um eine Minute später mitten im Publikum ein Mini-Set darzubieten. Sogar ein sehr schönes Mitsing-Cover war dabei: Münchner Freiheit – Ohne Dich. Nach der Zugabe war das sehr kurzweilige Konzert auch schon wieder vorbei. Und die Luft war schlecht. Danke für das tolle Konzert & viel Erfolg noch auf der weiteren Tour!